Aufgabe 4 - von Daniel:
"Eine SteamPunk-RomCom mit einem Eierbecher als Running Gag"
Wie jeden Morgen klopfte es genau dreimal an der Tür bevor diese energisch geöffnet wurde. Zerstreut blickte Thilda von der Werkbank auf und stellte den Schweißbrenner ab, der ihr Zimmer bis eben noch in gleißend blauflackerndes Licht getaucht hatte.
„THILDA!“, mahnte Alwine von Stülpnagel mit Blick auf die zerzausten Haare und das von Ruß geschwärzte Gesicht ihrer Tochter, „Was hatten wir gesagt?“
„Kein Werken vor der Schule“, brummte Thilda und rollte, für ihre Mutter nicht sichtbar, hinter der dunkel getönten Schweißerbrille mit den Augen.
„Der Ton, junge Dame!“, mahnte Alwine von Stülpnagel erneut, aber konnte sogleich ein Schmunzeln nicht unterdrücken, als Thilda die Brille absetzte und sie launisch aus zwei kreisrunden, hellen Augenflecken anfunkelte.
„Dabei hatte ich einen guten Grund, Mutter“, sagte Thilda spitz und lenkte ihren Blick auf die Werkbank. „Thomas‘ Bein hat sich gelöst und ich musste es anlöten. Ansonsten viel Freude, wenn er so den ganzen Tag durch die Wohnung scheppert und dich beim Schreiben stört.“
Auf der zugestellten Werkbank, zwischen unzähligen Werkzeugen, Zahnrädern, Schläuchen und Gefäßen, lag ein metallener Hund von der Größe und Statur eines kleinen Terriers regungslos auf dem Rücken.
„Außerdem sind wir ja bereits fertig.“